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SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
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Strommesser unterwegs: Mit der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH Energieschulden vermeiden
Wer seine Stromrechnung nicht bezahlen kann, bei dem wird früher oder später der Strom abgeschaltet. Das befürchten zumindest viele Menschen, die am unteren Ende der Einkommensleiter stehen oder gar auf Hartz-IV angewiesen sind. Damit das nicht passiert, hat die Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) gemeinsam mit der ARGE der Stadt Aschaffenburg und dem Verein Café Sozial ein Projekt ins Leben gerufen, das am 30. Oktober 2009 offiziell begonnen hat: Energiesparberater kommen auf Anfrage ins Haus und zeigen auf, wo ohne großen Aufwand Strom, Heizenergie oder Wasser zu sparen ist. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf dem Stromverbrauch. Im Gepäck haben sie neben Strommessgeräten und einer Testbox mit Energiesparlampen auch ein individuell zusammengestelltes Energiesparpaket als Geschenk der AVG.
Darin können Energiesparlampen sein, aber auch zum Beispiel ein kleines Infrarotgerät, das den Fernseher automatisch nach gewisser Zeit komplett abschaltet. Die Beratung ist absolut freiwillig und wird anonym gehandhabt. „Allerdings sollten die Leute ehrlich zu uns sein und aktiv mitarbeiten, damit wir etwas für sie erreichen können", erklärt Ramona Welzbacher, eine von sechs extra ausgebildeten Energieberatern des Café Sozial.
Wer dort nach einer Energieberatung anfragt, erhält einen Termin bei sich zu Hause. „Mit einem Strommesser prüfen wir zuerst mal alles", so Ramona Welzbacher, „danach verarbeiten wir die Infos und erstellen eine Bestands-Liste am PC." Dort können dann überdurchschnittliche Stromfresser wie eine Deckenleuchte, der Fernseher oder der Kühlschrank ausfindig gemacht und das Einsparpotenzial berechnet werden. Da sich einkommensschwache Haushalte meist keine neuen Elektrogeräte leisten können, wird nach einfacheren Formen des Einsparens gesucht: Allein bei der Beleuchtung ließen sich durch entsprechende Lampen 4/5tel der Beleuchtungskosten einsparen, so die Energieberater.
Ein weiterer Teil des Projekts ist eine ebenfalls freiwillige Energieschuldenberatung. Dabei klärt Peter Klein, der Leiter des Vereins Café Sozial, gemeinsam mit den Schuldnern, wie und warum Energieschulden bei der AVG entstanden sind und wie sie - etwa mit kleinen Abschlagsraten - zu begleichen sind. „Auf diese Art und Weise ersparen wir den Leuten oft, dass der Strom abgeklemmt wird", erklärt Peter Klein.
Weitere Informationen:
www.stwab.de