Wo Sprayen erwünscht ist: Graffiti-Wettbewerb der Stadtwerke Brühl
Wild, wuchtig und wasserfest: Was für den Sprayer ein Kunstwerk, verstört das ästhetische Empfinden des Bürgers. Und darum soll es weg, das Graffiti. Anderer Ansicht sind die Stadtwerke Brühl, sie fordern zum Sprayen auf. "Unsere Stadt soll stetig schöner werden", erklärt Stefan Spainghaus, Technischer Leiter der Stadtwerke Brühl, "aber es gibt Vorgaben, denn wildes Sprayen haben die Brühler Stadtwerke ebenso satt wie ihre Kunden."
Konkret geht es um die Gestaltung von fünf Trafostationen, die das Bild der rheinländischen Stadt an zentralen Stellen prägen. Die blanken Betonwände laden zum Sprayen geradezu ein. Um ungewollte Graffitis zu vermeiden, riefen die Stadtwerke Brühl im Jahr 2010 erstmals einen Gestaltungswettbewerb für alle Brühler Schulen ins Leben. "Wir haben uns ein Motiv in enger Anlehnung an die Trafostationen vorgestellt", so Stefan Spainghaus.
Über 30 Entwürfe gingen bei den Stadtwerken Brühl ein und machten es der Jury nicht leicht sich für die besten fünf zu entscheiden. Mit professioneller Unterstützung durch den Graffiti-Künstler Dirk Schmidt, werden nun 2 Vorschläge der Kunst- und Musikschule, 2 Vorschläge der Clemens-August-Schule sowie ein Vorschlag der Pestalozzischule "an die Wand gebracht". Neben der jahrelangen "Ausstellung" ihrer Kunstwerke mitten im Stadtbild, erhalten die Gewinnerklassen zusätzlich 500 Euro für die Klassenkasse. "Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem Projekt nicht nur das Problem des wilden Graffiti lösen konnten, sondern darüber hinaus noch wichtige Impulse an die Schüler geben konnten", so Projektleiter Spainghaus. "Im kommenden Jahr werden wir unsere Erfahrungen nutzen und wieder eine ähnliche Aktion durchführen."
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- Trafostation Eichweg in Brühl: Siegermotiv der Kunst und Musikschule, Kurs 28.